Immobilienbewertung

Marktbericht 23/24 für den Rhein-Pfalz-Kreis

In unserem Marktbericht für den Rhein-Pfalz-Kreis finden Sie umfangreiche Informationen über die Entwicklungen auf dem lokalen Immobilienmarkt im Zeitraum 2023/2024. Wir geben Ihnen einen Überblick zu den damals aktuellen Marktpreisen für Häuser und Wohnungen in der Region, sowie eine Bewertung der Wohnlagen im Rhein-Pfalz-Kreis - auch zu differenzierten Gebieten, wie Schifferstadt oder Limburgerhof und Neuhofen. Sie finden wichtige Themen für (künftige) Eigentümer und bekommen Tipps rund um die Preiseinschätzung an die Hand. In der Version zum Download ist eine feingliedrigere Auseinandersetzung mit dem lokalen Immobilienmarkt und für Prognosen enthalten. Denn in den Jahren vor 2023 ergab sich für eine große Anzahl von Kaufinteressenten eine gute Finanzierbarkeit von Immobilien aufgrund historischer Niedrigzinsen. Die dadurch gestiegene Nachfrage nach Wohnimmobilien bei gleichbleibendem Angebot sorgte für stetig steigende Marktpreise. Diese Marktbedingungen änderten sich zu Beginn des dritten Quartals 2022, als die Zinsen für Baufinanzierungen nach der Kursänderung der Europäischen Zentralbank begannen, rasant auf mittlerweile über 4 % zu steigen.

Die Leistbarkeit von Finanzierungen und damit die Nachfrage nach Wohnimmobilien nahm ab. Während die hohe Nachfrage der vergangenen Jahre das Preisniveau für nahezu alle Objektkategorien und -klassen stiegen ließ, wirkte sich der folgende Rückgang der Nachfrage nicht uniform auf den gesamten Markt aus. Ein weiterer wichtiger Faktor waren variierende Energiekosten, die den baulichen Zustand und das Alter der Immobilie in den Vordergrund stellten und die Frage nach dem Unterhalt in der Zukunft betonten. Der Marktbericht von A1 Abendschein Immobilien und Muhlert Immobilien, Ihren Immobilienmaklern für die Pfalz, bezieht sich auf eine Vielzahl von Revieren des Rhein-Pfalz-Kreises: 

  • Altrip
  • Beindersheim
  • Birkenheide
  • Bobenheim-Roxheim
  • Böhl-Iggelheim
  • Dannstadt-Schauernheim
  • Dudenhofen
  • Fußgönheim
  • Großniedesheim
  • Hanhofen
  • Harthausen
  • Heßheim
  • Heuchelheim bei Frankenthal
  • Hochdorf-Assenheim
  • Kleinniedesheim, Lambsheim
  • Limburgerhof,
  • Maxdorf
  • Mutterstadt
  • Neuhofen
  • Otterstadt
  • Rödersheim-Gronau
  • Römerberg
  • Schifferstadt und Waldsee

Die hier veröffentlichten Angaben beruhen auf Daten und Auswertungen der Firma Muhlert Immobilien GmbH – Muhlert Immobilien Research, auf Informationen des Immobilienverbands Deutschland IVD Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen Region West e. V. und des IIB Institut Innovatives Bauen Dr. Hettenbach GmbH. Datenstand: 01.06.2023

Karte Gebiet Rhein-Pfalz-Kreis
Auszug aus www.wohnlagenkarte.de | Quelle: © IIB Institut Innovatives Bauen Dr. Hettenbach GmbH | OpenStreetMap contributors/Lizenz: ODbL

Inhalt Marktbericht Rhein-Pfalz-Kreis

  • 1

    Wohnlagen und Kaufpreise

    Rhein-Pfalz-Kreis, Teilgebiete

  • 2

    Häuser - Kaufpreise nach Typen

    Rhein-Pfalz-Kreis

  • 3

    Wohnungen - Kaufpreise nach Wohnflächen

    Rhein-Pfalz-Kreis

  • 4

    Kaufpreise nach Bau-/Sanierungsjahren

    Rhein-Pfalz-Kreis

  • 5

    Download Marktbericht

    Rhein-Pfalz-Kreis

Legende Wohnlagen

Einfach

Gut

Top

Mittel

Sehr gut

Immobilien nach Wohnlagen im Rhein-Pfalz-Kreis

Eine Immobilie im klassischen Sinne, also Haus oder Eigentumswohnung, ist neben der inne liegenden Qualität sehr stark abhängig von den äußeren Bedingungen: Immobilität als Kernmerkmal. Schon allein deshalb ist der Kauf oder Verkauf einer Immobilie zumeist eine Lebensentscheidung. Alle wichtigen Aspekte, angefangen bei der Verwirklichung der eigenen Vorlieben, über die Finanzierbarkeit, die Werterhaltung oder auch der potenzielle Wiederverkaufswert, hängen vom Standort und dem Umfeld ab. Ein vertrauenswürdiger Immobilienmakler wird diesen Umstand als primär wichtig einbeziehen. 

Strukturell und architektonisch ist Deutschland stark von relativ kurzen Zyklen von Auf- und Umbau, sowie Abklingen von Epochen geprägt. In Rheinland-Pfalz beispielsweise zeigt sich dies in der alten Bausubstanz, die aus der Römer-Zeit stammt. Aus dem Mittelalter stammen Reste von Stadtmauern, Fachwerkhäuser und die sonnigen Wein-Terrassen. Später dann hat der Barock mit Prunkbauten und Schlössern die Städte und ländlichen Gegenden geprägt. Einige Städte haben durch einen Bevölkerungsboom und die Ansiedlung von großen Industrien starkes Wachstum erlebt. Modernität und Praktikabilität füllten die Lücken, die durch die Kriege Anfang des 20. Jahrhunderts in Stadt und Land entstanden. In der Einteilung nach Wohnlagen spiegelt sich die Bau-Geschichte einer Region zu einem großen Teil wieder: Eigenheim-Gebiete aus den 90ern bis heute, Villenviertel und Jugendstil-Gebäude, ehemalige Arbeiter-Häuser an Industriestandorten. 

Die Makro- und Mikrofaktoren sind bei der Einschätzung und Suche nach einer Immobilie allgegenwärtig. Erfährt die Region gerade einen Boom durch neue Wirtschafts- und Industrie-Ansiedlungen? Liegt die Stadt an einem großen Fluss und ist das Straßennetz gut ausgebaut, beeinflusst das die Einschätzung der Makrolage. Soll das zukünftige Zuhause, also die Eigentumswohnung oder das Haus, mitten in der Stadt liegen, im Speckgürtel oder etwas ländlicher? Auch die Anzahl der Schulen und die Vielfalt an Arztpraxen, die Nähe zu Parks, die Coolness und gastronomische Dichte und Supermärkte spielen eine Rolle - Mikrolage. Die Liste der Faktoren ist lang und kann für den Immobilienkauf oder  -verkauf zum passenden Zeitpunkt zur Optimierung des Erfolgs führen. Den lokalen und regionalen Markt zu kennen ist hier Trumpf.

Ein guter Immobilienstandort zeichnet sich durch die richtige Kombination der vielfältigen Einflussfaktoren aus. In Verbindung mit einem relativ dazu guten Preis und Ihrem positiven Gefühl wird daraus Ihr Zuhause. Jede Form der Hilfe und Recherche kann bei der Einschätzung einer Immobilie hilfreich sein. Deshalb, nutzen Sie das Wissen eines Immobilienmaklers zum lokalen Markt im Rhein-Pfalz-Kreis - A1 Abendschein Immobilien und Muhlert Immobilien stehen Ihnen zur Seite.

Weinberge Rhein-Pfalz

Häuser - Kaufpreise nach Wohnlagen

Wohnlagen verändern sich, so auch im Rhein-Pfalz-Kreis. Um sie besser fassen zu können und daraus ein wertvolles Werkzeug für die verschiedenen Anwendungen zu machen, sind sie jeweils anhand bestimmter Eigenschaften umrissen. Die hier im Marktbericht genutzte Einteilung von Top, über sehr gute, bis gute, sowie mittlere und einfache Wohnlage unterstützt die Differenzierung der Preisspannen. Eine gute Wohnlage kann sich bspw. dadurch auszeichnen, dass die Einkaufsmöglichkeiten in moderater Nähe bzw. Entfernung vorhanden sind, die Tram und der Bus auf der Hauptstraße in 100 m Entfernung fährt, Schulen und Kindergärten ausreichend Plätze bereithalten und gut erreichbar sind und die Bebauung teils offen gestaltet ist. Im Folgenden haben wir die Werte für den Rhein-Pfalz-Kreis gesamt und für dessen Einzelgebiete aufgeführt. 

Rhein-Pfalz-Kreis

Grafik Kaufpreis Haus RPK

Für den Rhein-Pfalz-Kreis mit seinen Einzelgebieten ergibt sich ein Durchschnittspreis für Häuser über alle Wohnlagen hinweg von 478.600 €. Bei einer Gesamtspanne für die Preise von 250.400 € bis 799.500 € kann festgestellt werden, dass insbesondere der Bereich der guten Lagen eine größere Preisspanne aufzeigt. 

In der Pressspanne aufsteigend zeigt sich, dass sich die sehr guten Wohnlagen ebenfalls durch eine breite Spanne auszeichnen. Top-Lagen über 779.500 € sind preislich sehr konzentriert. Absteigend ist eine Spanne von 250.400 € - 387.700 € in den mittleren Lagen festzustellen.

Rhein-Pfalz-Kreis 1

Böhl-Iggelheim, Dannstadt -Schauernheim, Hochdorf-Assenheim und Rödersheim-Gronau

Übersicht Kaufpreis Häuser

In diesen Gebieten reduziert sich die Bandbreite auf den Bereich mittlerer bis sehr guter Wohnlagen. Der Durchschnittskaufpreis für Häuser liegt bei 400.900 €, mit einer Preisspanne von 250.400 € - 687.700 €. Die mittleren und die sehr guten Wohnlagen weisen eine ähnliche Preisspanne auf und die guten Wohnlagen sind mit Kaupreisen von 356.000 € bis 570.000 € dokumentiert.

Rhein-Pfalz-Kreis 2

Schifferstadt

Kaufpreise Häuser RPK

Der Markt für Einfamilienhäuser in Schifferstadt zeichnet sich mit einem durchschnittlichen Preis von 508.700 € durch eine weite Preisspanne in den guten Wohnlagen aus: 368.400 € - 626.400 €. Einfache Wohnlagen sind nicht dokumentiert und der Bereich der mittleren Wohnlagen ist in der Ausprägung seiner Preisspanne nur ansatzweise mit den sehr guten Wohnlagen vergleichbar. Die Preise der Top-Lagen sind stark konzentriert, was entweder auf eine geringe Anzahl an Immobilien oder eine ausgeprägte Gleichförmigkeit der Preise hindeuten könnte.

Rhein-Pfalz-Kreis 3

Limburgerhof und Neuhofen

Abbildung Kaufpreise Häuser RPK

Ähnlich dem Gebiet 1 sind keine Immobilien in der einfachen und der Top-Wohnlage dokumentiert. Der Durchschnittspreis liegt dementsprechend im mittleren Segment bei 463.600 €. Die mittleren Wohnlagen weisen eine schmale Preisspanne auf. Dagegen sind gute und sehr gute Wohnlagen in Limburgerhof und Neuhofen mit breiten Preisspannen ausgestattet, was wiederum valide Annahmen zum Immobilienmarkt zulässt. 

Rhein-Pfalz-Kreis 4

Mutterstadt

Häuser Kaufpreis RPK

Das Gebiet Mutterstadt zeigt eine recht gleichmäßige Ausprägung der Preisspannen in den mittleren bis sehr guten Wohnlagen auf. Der durchschnittliche Preis für ein Haus liegt bei 481.500 €, mit einer Preisspanne von 280.000 € - 743.000 €.

Rhein-Pfalz-Kreis 5

Birkenheide, Ellerstadt, Fußgönheim, Lambsheim und Maxdorf

Kaufpreis Häuser RPK

Hier finden sich keine Objekte in einfacher oder Top-Lage. Die mittlere Lage wird mit einer geringen Preisspanne von 252.300 € - 331.000 € angegeben. Dagegen weist der Bereich der guten Wohnlage eine hohe Variabilität auf, was sich in einer weiten Spanne von 317.300 € - 629.000 € niederschlägt. Daraus ergibt sich ein Durchschnittspreis von 481.800 €.

Wohnungen - Kaufpreise nach Wohnlagen

Für Eigentumswohnungen sind die Qualitäten der verschiedenen Kategorien an Wohnlagen ebenso wichtig wie für Häuser. Je nachdem, ob Sie die Immobilie als Investment oder für den Eigengebrauch nutzen wollen und ob die Wohnung in einem touristischen Gebiet liegt, werden Faktoren der Mikrolage wichtiger. Stark vom Tourismus geprägte Gebiete können sowohl ländliche, naturbelassenere Gebiete, wie auch urbane Standorte sein - Wohnung am Fuß eines Gebirgsparks oder Apartment am Stadthafen. Für potenzielle Käufer zur Selbstnutzung stellen sich eher Fragen der klassischen Infrastruktur, zumal sich in den letzten Jahren eine Tendenz zurück zum Städtchen in der Großstadt entwickelt hat. Entgegen dem klassisch amerikanischen System von langen Wegen, extrem geprägt vom motorisiertem Individualverkehr, wird im mitteleuropäischen Raum der kurze Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad, auf dem die Kinder in die Kita gebracht werden können, mit weiterem Zwischenstopp an der Drogerie in der Tendenz zunehmend wichtiger. Für den Rhein-Pfalz-Kreis zeigt der Marktbericht 23/24 für Eigentumswohnungen zu den Kaufpreisen in Bezug zur Wohnlage folgende Preisspannen.

Der durchschnittliche Quadratmeter-Preis für Eigentumswohnungen im Rhein-Pfalz-Kreis liegt bei 3.130 €, mit einer Preisspanne von 2.090 € bis 4.000 € pro qm. Auffällig ist eine identisch geringe Preisspanne für einfache und Top-Lagen, sowie eine sehr ähnliche Preisspanne bei mittleren und sehr guten Wohnlagen. Immobilien in guten Wohnlagen bestimmen bei den Eigentumswohnungen mit einer Spanne von 2.520 € bis 3.530 € das Bild. 

Kaufpreis Wohnungen

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Häuser - Kaufpreise nach Typen

Preisspanne Haustypen

Für die Kategorie Häuser kann eine Veränderung in den Preisen von - 17,2% festgestellt werden. Die Gegenüberstellung zeigt, dass im untersuchten Zeitraum 2023/2024 eine Preisentwicklung hin zu -10,9% zu verzeichnen ist. Im Vorjahr waren es +6,3%. Der durchschnittliche Gesamtpreis zeigt sich im Rhein-Pfalz-Kreis relativ homogen. Die Kategorien Einfamilien- und Reihenhäuser, sowie Doppelhaushälften bewegen sich in einem ähnlichen Preisbereich. Am unteren Ende der Preisspanne liegen die Werte bei ca. 250.000 € und das obere Ende der Preisspanne variiert stärker zwischen 655.300 € und 799.500 €. Die größten Grundstücksflächen im Vergleich sind im Durchschnitt den Kategorien Einfamilien- und Zweifamilienhäuser zuzuordnen. Zudem sind Ein- und Zweifamilienhäuser im Schnitt mit einer höheren Quadratmeterzahl ausgestattet als Rihenhäuser und Doppelhaushälften - nachvollziehbarer Weise. Für die Frage des Werterhalts und im Erbfall oder bei der Veräußerung während einer Scheidung können diese Aspekte bereits relevant sein. 

Haustyp ø Gesamtpreis ø qm-Preis ø Wohnfläche ø Grundstück
Einfamilienhaus 494.100 € 3.050 € 162 qm 567 qm
Doppelhaushälfte 478.900 € 3.110 € 154 qm 372 qm
Reihenhaus 443.800 € 3.170 € 140 qm 267 qm
Zweifamilienhaus 538.000 € 2.690 € 200 qm 610 qm

Die qm-Preise für Zweifamilienhäuser liegen jedoch im Schnitt niedriger als die für die anderen Haustypen: 2.690 € zu 3.000 € bis 3.100 €. Dieser Umstand könnte bspw. durch eine Präferenz auf Käuferseite, durch den baulichen Zustand im Segment Zweifamilienhäuser oder auch die relativ gesehen großen Grundstücksanteile erklärt werden. A1 Immobilien liefert professionelle und realistische Antworten auf diese Fragen und Ihre Anliegen. Erfahren Sie mehr über unser Leistungsangebot.

Wohnungen - Kaufpreise nach Typen

Grafik Preise Wohnungen

Im Vergleich der Berichtszeiträume 23/24 und 22/23 ergibt sich eine Veränderung von -11,8% in der Preisentwicklung basierend auf qm-Preisen. Auffällig ist, dass alle Wohnflächen-Kategorien, also bis 40 qm, 40 - 80 qm, 80 - 120 qm und darüber im Durchschnitt ähnliche qm-Preise aufweisen, die Presispanne jedoch recht weit ist. Im Durchschnitt zeigen sich die Preise ziemlich homogen. Relativ zu den Wohnungsgrößen lässt sich ähnliches feststellen. Angemerkt werden muss an dieser Stelle, dass * Mini-Apartments,, also unter 40 qm, nicht einbezogen wurden, weil die Varianz hier zu groß ist und die EInschätzung des Marktes zu sehr verfälschen würden. 

Wohnflächen ø Gesamtpreis ø qm-Preis ø Wohnfläche
bis 40 m² Wohnfläche* 104.400 € 3.070 € 34 qm
40 - 80 m² Wohnfläche 203.500 € 3.130 € 65 qm
80 - 120 m² Wohnfläche 304.300 € 3.170 € 96 qm
> 120 m² Wohnfläche 459.400 € 2.690 € 144 qm

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Kaufpreise für Wohnimmobilien nach Bau-/Sanierungsjahren

Neben dem Standort einer Immobilie ist der Zustand eines Hauses oder einer Eigentumswohnung ein wesentlicher Faktor für die Bestimmung des gegenwärtigen und auch zukünftigen Preises. Im Laufe der Zeit kann zum Beispiel die Qualität der Bausubstanz abnehmen. Hier sind langfristige Faktoren, wie klimatische Bedingungen und das Wetter am Standort, sowie bspw. die Belastung durch sauren Regen eine Rolle. Denn nicht jedes Material ist gleichsam resistent gegen diese Einflüsse - Sandstein vs. Granit, Fachwerk, Lehm und Stroh vs. Beton. Ebenso können kurzfristige Einflüsse wertmindernd auf den Preis einer Immobilie wirken - Hochwasser, Änderung im Grundwasserstand, ein nachgebendes Dach bei starkem Schneefall. 

Dieser gegebene Verfall der Bausubstanz wird in der Regel kompensiert. Langfristige Faktoren werden idealerweise kulturell gefestigt einbezogen - atmende Gebäude aus Lehm. Kurzfristige Einflüsse stellen auf wirtschaftlicher Seite häufig größere Probleme dar, deshalb sind Versicherungen entsprechend wichtig. Im Grundsatz gilt jedoch, dass die Besitzer einer Immobilie durch den Aufbau geregelter, finanzieller Rücklagen und die Investition in die Instandhaltung der Bausubstanz für einen jahrhunderte währenden Bestand der Bausubstanz sorgen können. Diese regelmäßigen Rücklagen und einmalige Investitionen sollten auf realistischer Basis geplant werden.  Technologische Neuerungen sind ein weiterer Grund für Neuinvestitionen in die Immobilie.

Sanierung Stromversorgung

Der Stall unter dem Wohnraum, einfach verglaste Fenster, isolationsfreie Holzhütte oder einfacher Steinbau, Verbrennen von Kohle zum Kochen und für Wärme: Das alles sind überholte Praktiken und Technologien. Der dauerhafte Unterhalt einer Immobilie wird in der Regel durch die Investition in technische Neuerungen vermindert - Marktdurchdringung und andere Faktoren vorausgesetzt. Der Zustand einer Immobilie ist demnach von erheblicher Bedeutung für den Kaufpreis, bzw. den Verkaufspreis - bspw. für die Immobilie im Alter. Im Folgenden sind die Werte aus dem Marktbericht Rhein-Pfalz-Kreis für 23/24, Häuser und Wohnungen, dargestellt.

Häuser – Kaufpreise nach Bau-/Sanierungsjahren

Kaufpreis nach bau und Sanierungsjahren

Der Durchschnittspreis für Häuser liegt hier über den Zustand hinweg bei 478.600 €. Mit einer Preisspanne (Gesamtpreis) von 250.400 € bis 799.500 €. Die Preisspannen zeigen sich homogen durch die Kategorien des baulichen Zustands hinweg. Die höchsten Preise werden erwartungsgemäß bei den Neubauten erzielt. Ein Grund ist, dass der Investitionsbedarf direkt nach dem Kauf bei diesen Häusern gering sein sollte. Der Fokus sollte also auf dem regelmäßigen Aufbau von Rücklagen für Instandhaltungen liegen. Zudem sind die Baukosten für neuwertige Gebäude höher, aufgrund von Materialien und Technologien. Einbezogen werden müssen auch immer zeitraumbezogene Kostenschwankungen wie die Bau- und Materialkosten. 

Wohnungen – Kaufpreise nach Bau-/Sanierungsjahren

Kaufpreis nach Bau- und Sanierungsjahren

Der Marktbericht Rhein-Pfalz-Kreis für 2023/24 weist 3.130 € pro Quadratmeter als durchschnittlichen Preis für Wohnungen aus. Die Preisspanne bewegt sich pro qm zwischen 2.090 € - 4.000 € - über alle Zustandskategorien hinweg. Auffällig ist hier, dass sich die jeweiligen Preisspannen in homogener Weite zeigen. Nachvollziehbarerweise steigen die Preise von sanierungsbedürftigen Wohnungen hin zu neuwertigen Eigentumswohnungen. 

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Fordern Sie jetzt den vollständigen Marktbericht für den Rhein-Pfalz-Kreis ganz einfach kostenlos an. Füllen Sie nur die folgenden Felder aus und wir schicken Ihnen den Marktbericht per PDF zu Ihrer E-Mail Adresse.

So haben Sie Zugriff auf alle Daten. Grafiken und Ratgeber und können mit Hilfe dieser Ihr weiteres Vorgehen planen. Egal ob ein Kauf oder Verkauf ansteht oder Sie nur über die aktuellen Entwicklungen auf dem neuesten Stand bleiben möchten - wir haben für Sie alle Informationen kompakt zusammengefasst und aufbereitet.

Cover RPK
  • 1

    Immobilienmarkt

    Bewegte Zeiten

  • 2

    Markteinschätzungen

    Rhein-Pfalz-Kreis

  • 3

    Wohnlagen und Kaufpreise

    Rhein-Pfalz-Kreis

  • 4

    Zinsen

    Ratgeber

  • 5

    Heizungsgesetz

    Ratgeber

  • 6

    Immobilienbewertung

    Auf was zu achten ist

form

FAQ - Immobilienmarktbericht Rhein-Pfalz-Kreis

Was sagt ein Marktbericht für Immobilien aus?

Im Allgemeinen beschreibt ein Marktbericht die aktuelle Situation in einem bestimmten Produktsegment, bestimmten Absatz- und Handelsmärkten oder in einer Branche. Zumeist werden zeitliche und örtliche, auf die Grenzen eines Systems oder Objekts bezogene Faktoren definiert. Dies steigert die Datenzuverlässigkeit und die Möglichkeit zur Einordnung, zumal, wenn Umstände vor oder nach dem Zeitraum einbezogen werden. 

Marktberichte können von einer Vielzahl von Akteuren veröffentlicht werden - öffentliche Institutionen/Ministerien, Forschungseinrichtungen oder auch privatwirtschaftliche Akteure. Ein Kriterium zur Beurteilung eines Marktberichts ist neben der Reputation des Herausgebers, der Zugang zu tiefgreifenden Informationen zum entsprechenden Produktsegment oder Markt. Ein Immobilienmarktbericht zeigt ausgewählte Faktoren eines definierten Marktes auf und setzt sie durch möglichst kommentarlosen Vergleich in einen Kontext.

Was ist der Unterschied zwischen Immobilienfinanzierung und Baufinanzierung?

Der Begriff Immobilienfinanzierung bezieht sich auf einen allgemeineren Verwendungszweck des Kapitals. Über eine Immobilienfinanzierung ist es sowohl möglich eine Immobilie, egal ob neu oder Bestandsbau, zu erwerben, eine Umschuldung zu finanzieren, die Immobilie auszubauen, zu sanieren oder neu zu errichten. In der Regel ist diese Form der Finanzierung weniger kompliziert, sie beruht häufig auf einem Kaufvertrag. Häufig wird die gesamte Darlehenssumme ausgezahlt und der Darlehensnehmer übernimmt selbst die Budgetplanung und -übersicht.

Eine Baufinanzierung, ausgegeben an Bauherren, die ein neues Gebäude errichten ist demnach eine Unterart der Immobilienfinanzierung. Die Kosten für den Neubau eines Hauses bspw. müssen detailliert nachgewisesen werden. Die vereinbarten Beträge werden monatlich bereitgestellt und sollten auch im entsprechenden Bauabschnitt gebraucht werden. 

Wer berät mich bei der Immobilienfinanzierung?

Zunächst sollte unterschieden werden zwischen Fördermitteln und Finanzierung. 

Fördermittel werden in der Regel zweck- und zeitgebunden, basierend auf einem Antrag, dessen genauer Prüfung und Bestätigung durch eine öffentliche Stelle vergeben. Zumeist sind Faktoren, wie die Höhe der Zinsen, der Umfang der Rückzahlung oder auch die Tilgungszinsen vorteilhaft für die geförderte natürliche, bzw. juristische Person. Das kann auf Bundes- und Landesebene, sowie für Gemeinden geschehen. Einige Beispiele sind die KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau, Programme von Bundesämtern, Banken in den Bundesländern, Berufsgenossenschaften, Stiftungen, kirchliche Wohnbauförderwerke. 

Fördermittel können in der Regel mit regulären Formen der Finanzierung, sowie dem Eigenkapital verbunden werden. Ausreichendes Eigenkapital ist eine Voraussetzung für eine klassische Finanzierung durch Banken zum Beispiel. Die Höhe wird unter anderem dadurch definiert. Reguläre Kredite müssen in voller Höhe mit Zinsen zurückgezahlt werden. Eine Zweckbindung besteht nicht, eine Förderung der Zinsen oder der Tilgung ist jedoch ebenso wenig vorgesehen. 

Wie kann ich die Situation am regionalen Immobilienmarkt einschätzen?

Um einen Immobilienmarkt einschätzen zu können, bedarf es Informationen aus einer Vielzahl von Quellen, mit möglichst maximierter Tiefe und Breite. Über die Analyse von Marktdaten aus vergangenen Jahren bekommen Sie eine Grundlage, die dabei helfen kann, Annahmen über den Immobilienmarkt in der Zukunft zu treffen. Zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Einschätzungen sollte immer unterschieden werden. 

  • Langfristig: Demografische Daten für die relevante Region können ein Anzeiger für Trends sein, bspw. in der Preisentwicklung und Nachfrage bei kleinen oder auch Single-Wohnungen zu mehrräumigen Wohnungen für Familien. Die Altersentwicklung sorgt ebenfalls für klare Tendenzen.
  • Lang- bis mittelfristig: Zu wiederkehrenden Faktoren im Big Picture gehören immer die Entwicklungen der relevanten Zinssätze, bspw. die des Bauzins. Steuern und Abgaben sind ebenfalls relevante Größen, um einen Immobilienmarkt oder einen Immobilienkauf, bzw. -verkauf einschätzen zu können. 
  • Lang- bis mittelfristig: Die Ansiedlung oder Abwanderung von Industrie-Unternehmen, die Abdeckung durch Allgemein- und Fachärzte, die Qualität von Bildung und das Vorhandensein von Bildungseinrichtungen, die Möglichkeiten für Konsum, Entertainment, Entspannung oder auch das Vorhandensein von Parks, sowie naturnahen Räumen spielen eine Rolle.
  • Lang-, mittel- und kurzfristig: Ein regional definierter Immobilienmarkt ist abhängig von den äußeren Bedingungen. Hohe Luftfeuchtigkeit, Starkregen oder Sturzfluten, sowie Hagel und eine Vielzahl weiterer äußerer Einflüsse und deren Folgen können stark disruptiv wirken.
  • Mittelfristig: Städtebauliche Maßnahmen und die Steigerung der Attraktivität eines Stadtteils in der öffentlichen Wahrnehmung können zum Anstieg der Preise für Bestandsimmobilien führen. 

Die Liste der möglichen Faktoren, um einen regionalen Immobilienmarkt einzuschätzen, ist lang. Nicht alle Faktoren können ausreichend zuverlässig in die Zukunft projiziert werden. Daher bietet es sich an, öffentliche und private Stellen um Informationen zu bemühen, bei der Auswahl der Informationsquellen auf Qualität zu achten und ggf. mit einem Immobilienmakler zu sprechen. Aufgrund der meist langjährigen Erfahrung in der Region und im Fach, sowie dem gezielt ausgebauten Netzwerk, vefügen Makler und Gutachter über eine sehr gute Datenbasis und direkten Marktzugang.

 

Welche Räume gehören zur anrechenbaren Wohnfläche und welche nicht?

Zur anrechenbaren Wohnfläche einer Immobilie gehören alle zum dauerhaften Wohnen geeigneten Flächen. Dazu gehören Wohn- und Schlafzimmer, Bäder, Küche, Esszimmer, Hobbyräume und dergleichen. Je nach möglicher Anrechnung können auch Zimmer mit Dachschrägen, Balkone oder Wintergärten dazu gezählt werden. Keller, Heizungsräume, Abstellflächen außerhalb der Wohnung/des Hauses zählen nicht dazu. Für Wohnimmobilien ist diese Aufteilung in der Wohnflächenordnung festgeschrieben. Sollte es sich um ein Gewerbe- oder Investitionsobjekt handeln, kann ggf. die DIN 277 zur Anwendung kommen.